Bevor ich sterbe, möchte ich ...   Projektbeschreibung
In diesem interaktiven öffentlichen Kunst-Projekt geht es darum Menschen anzuregen, für einen Moment
inne zu halten und über die Endlichkeit des eigenen Lebens und darüber, was wirklich wichtig ist im Leben
nachzudenken.
Nur allzu leicht verlieren wir uns in der Routine des Alltags und vergessen, was uns am Herzen liegt und
welche Wünsche und Ziele wir verfolgen.
Den Blick dafür wachzuhalten ist nicht immer leicht, und nur allzu oft erliegen wir der Illusion, dass das
Leben irgendwie endlos sei, wir somit noch genug Zeit hätten, Wichtiges nachzuholen

Das Projekt gliedert sich in zwei Teile:

1. Ab Mitte Mai 2018 werden Postkarten verteilt und verschickt, auf deren Vorderseite der Lückentext
"Bevor ich sterbe, will ich ...aufgedruckt ist, mit der Aufforderung, den Satz zu vollenden.

Die Postkarten werden an möglichst allen verfügbaren öffentlichen Orten in Homberg/Efze ausliegen und
können an die Adresse von Erhard Scherpf geschickt werden, oder in einen Kasten am Homberger Marktplatz
(Haus Nr. 9 / ehemals Trinkus) eingeworfen werden.

Alle beschriebenen und gesammelten Karten werden im Schaufenster des leerstehenden Ladengeschäftes
TRINKUS, Am Marktplat Nr. 9 in Homberg öffentlich präsentiert. Die Präsentation der Karten ist über die
Dauer der Veranstaltung "Da-Sein" vom 10.-26. August 2018 vorgesehen.   www.da-sein.online

Für die Möglichkeit der Nutzung der Schaufensterfläche sage ich ganz herzlichen Dank
an Mike und Kai Trinkus / Homberg (Efze).


Die Karten werden, neben anderen Arbeiten, auch in der Atelierausstellung von Erhard Scherpf
zum Landrosinen Atelier-Rundgang 2018 am 22.+23. September 2018 gezeigt.
www.atelier-rundgang.de

2. Vom 10.-26. August 2018, während der Dauer der Veranstaltung "DAsein - künstlerische Positionen,
Vorträge und Workshops zu den existenzielen Fragen"
in Homberg/Efze, werden auf dem Homberger
Marktplatz zentral in der Innenstadt vier Tafelwände aus Holz aufgestellt, die mit dem gleichen Lückentext
bedruckt sind und dazu auffordern, den Satz mit Kreide zu vollenden.

Ebenso wie die Postkarten dienen auch die Tafelwände als Impuls, über das eigene Leben und den Tod
zu reflektieren und Hoffnungen, Wünsche und Träume mit anderen an diesem öffentlichen Ort zu teilen.
Es ist eine leichte, spielerische Weise, auch mit dem Thema Tod umzugehen.
Das, was sonst schnell verdrängt wird, drängt sich so den Menschen auf und steht quasi im Weg -
-auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, beim Stadtbummel.

Und auch wenn die Vorbeigehenden keine Worte hinterlassen, so ist zu hoffen, dass die Frage
"Bevor ich sterbe, möchte ich ....." hängen bleibt, provoziert und irritiert.


Zur Geschichte der Tafeln:
Das Kunstprojekt „Before I die“ ist 2011 in New Orleans entstanden.
Nach dem frühen Tod einer Freundin wollte die Künstlerin Candy Chang die Menschen an den Tod erinnern
und erfahren, was für die Menschen in ihrem Umfeld wichtig ist.
Sie strich ein leer stehendes Haus in ihrer Nachbarschaft mit Tafelfarbe und schrieb darauf mehrfach
den Satz:
"Before I die I want to ______________"

Jeder, der an der Hauswand vorbei kam, konnte mit einem Stück Kreide den Lückentext vollenden.

Die Idee verbreitete sich schnell.
Die von Candy Chang betriebene Webseite http://beforeidie.city zu den "Before I die - Walls" listet
inzwischen ca. 2000 Wände in 76 Ländern auf, geschrieben in 38 unterschiedlichen Sprachen.
Alleine in Deutschland wurden vermutlich ca. 15 solcher Aktionen durchgeführt.

Die Aktion, vier solcher Tafeln in Homberg/Efze auf dem Marktplatz aufzustellen wurde der Künstlerin
mitgeteilt und wir haben die uneingeschränkten Nutzungsrechte dafür erhalten.

Projektgruppe: Erhard Scherpf, Stephan Küster
℅ Erhard Scherpf, Lohweg 3, 34596 Bad Zwesten, Tel. 06693.803 551, info@erhard-scherpf.de



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